Im Rahmen des FID-Netzwerks NordOst veranstaltete der Fachinformationsdienst Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa (FID Ost) ein Webinar zum Recherche- und Analysetool „Integrum Social Networks“ (ISN).1 Alexander Smoljanski von der Firma Integrum stellte dabei die Funktionen und Einsatzmöglichkeiten des Tools für die Analyse von Diskussionen in sozialen Netzwerken des postsowjetischen Raums vor.
Schlagwort-Archive: Osteuropa
Social Media als wissenschaftsrelevante Informationsquelle – Webinar zur Benutzung von „Integrum Social Networks“ am 18. Juni um 14:00 Uhr
Welche Themen dominieren mit Bezug auf das östliche Europa aktuell die private und öffentliche Diskussion, und welche sind in den Hintergrund getreten? Welchen Niederschlag fanden die Ereignisse des russischen Überfalls auf die Ukraine in sozialen Netzwerken? Welche Fakten und Fakes lassen sich identifizieren? Wie werden diese von Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Herkunftsländer diskutiert? Wo zeigen sich politischer Konsens oder Dissens? Die systematische Analyse von Beiträgen in sozialen Medien ermöglicht es, solche Fragestellungen empirisch zu untersuchen. Mit „Integrum Social Networks“ steht hierfür ein leistungsfähiges Recherche- und Analysetool zur Verfügung, dessen Funktionen im Webinar vorgestellt werden.
Multiplikatoren – Feedback-Kanal – erweiterte Zielgruppe: FID-Netzwerk NordOst im Dialog mit Fachreferaten und Spezialbibliotheken
Um den Dialog mit Fachreferaten und Spezialbibliotheken zu intensivieren, hat das FID-Netzwerk NordOst – bestehend aus dem FID Nordeuropa, dem FID Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa sowie dem FID Slawistik – im Rahmen der 113. BiblioCon 2025 in Bremen erstmalig eine öffentliche Arbeitssitzung zur FID-übergreifenden Vernetzung mit Bibliothekskolleginnen und -kollegen ausgerichtet. Die Veranstaltung wurde von der VDB-Kommission für Fachreferatsarbeit mitbeworben und moderiert. Auf der BiblioCon, die vom 19.–22. Mai 2026 in Berlin stattfindet, wird das bewährte Format fortgesetzt.
Osteuropa im Fokus: Digitalisiertes und lizenziertes Filmmaterial für die Film- und Osteuropaforschung
Begreift man Film als „eye of the twentieth century“1, dann wird der unschätzbare Wert dieser Quellengattung für die Erforschung der jüngeren Geschichte rasch deutlich. Filme dokumentieren nicht nur Ereignisse in bewegten Bildern, sondern spiegeln auch gesellschaftliche Entwicklungen, kulturelle Strömungen und zeitgenössische Wahrnehmungen wider. Die Erforschung der filmgeschichtlichen Diskurse trägt dazu bei, ein lebendigeres und facettenreicheres Bild der Geschichte und Gesellschaft zu zeichnen. Dies gilt für das östliche Europa nicht anders als für andere Großräume.
Die Zugriffsmöglichkeiten auf Filme und Literatur des filmgeschichtlichen Diskurses konnten dabei in den letzten Jahren gerade mit Blick auf den osteuropäischen Raum durch zahlreiche Digitalisierungsprojekte deutlich verbessert werden. Das Material ist ganz heterogen und zumeist in Datenbanken aufbereitet. Von Dokumentarfilmen, Dramen und Animationen über filmwissenschaftliche Fachzeitschriften bis hin zu Kinozeitschriften und Archivdokumenten liegt es teils frei zugänglich, teils lizenzpflichtig vor.
Neues Ego-Dokument im Open Access: Der Bericht des Kaufmanns Karl Jörgensen über seine Reise ins revolutionäre Russland
Die vom Fachinformationsdienst Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa (FID Ost) bereitgestellte Plattform mit Ego-Dokumenten wurde um eine neue Quelle ergänzt. Dabei handelt es sich um einen Bericht des Hamburger Kaufmanns Karl Jörgensen (1874-1948), der im Mai/Juni 1918 im Auftrag des Reichswirtschaftsamts eine Reise nach Russland unternahm. Seine eindrucksvollen Beobachtungen hielt Jörgensen in dem 15 Seiten umfassenden maschinengeschriebenen Bericht fest. Dieses im Niedersächsischen Landesarchiv – Abteilung Wolfenbüttel verwahrte Dokument liegt nun in einer edierten Online-Fassung vor:
Bilder der Geschichte im stern-Fotoarchiv. Foto-Reportagen mit Osteuropa-Bezug
Das stern-Fotoarchiv der Bayerischen Staatsbibliothek ist seit Februar 2023 online.
Seit Februar 2023 stehen die ersten 250.000 Bilder aus dem analogen Fotoarchiv der Zeitschrift stern in einem neuen Bildportal der Bayerischen Staatsbibliothek online zur Verfügung. Das Fotoarchiv des stern gilt als „visuelles Gedächtnis“ der Bundesrepublik Deutschland. Auch als Dokument der Entwicklung des Fotojournalismus ist es von herausragender Bedeutung. Seit der Schenkung durch den Verlag Gruner + Jahr in 2019 werden die umfangreichen Bestände von der Bayerischen Staatsbibliothek sukzessive digitalisiert und erschlossen.
Webinar: „Aufsätze, eBooks und mehr in der Central and Eastern European Online Library finden“
Sie arbeiten wissenschaftlich zu Osteuropa-Themen und interessieren sich für die zur deutschlandweiten Nutzung lizenzierte „Central and Eastern European Online Library“ (CEEOL)? Dann ist unser Webinar genau das Richtige für Sie:
Was: Einführung in die Arbeit mit CEEOL
Wann: 28. März, 11-12 Uhr
Wo: online (keine Anmeldung erforderlich), Link zum Webinarraum
Veranstalter: Fachinformationsdienst Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa
Neu auf der Ego-Dokumente-Plattform: Nachlass eines polnischen Heimatarmee-Soldaten & Tagebücher aus dem Deutschen Tagebucharchiv
Die Ego-Dokumente-Plattform des Fachinformationsdienstes (FID) Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa wurde um neue, frei zugängliche Dokumente ergänzt: Zum einen handelt es sich um Materialien aus dem privaten Nachlass von Tadeusz Otrębski, einem am Warschauer Aufstand beteiligten Mitglied der polnischen Heimatarmee. Zum anderen konnte dank der Kooperation des FID mit dem Deutschen Tagebucharchiv in Emmendingen eine kleine Auswahl an dort aufbewahrten Tagebüchern mit Bezug zum östlichen Europa digital veröffentlicht werden.
Was macht die neu publizierten Materialien so besonders?
Webinar „Russische Massenmedien mit Integrum Profi erforschen“
Am 16. Mai um 15.00 Uhr findet ein Zoom-Webinar zur Einführung in die Arbeit mit Integrum Profi statt, das Zugang zu Volltexten russischsprachiger Massenmedien und andere Materialien bietet.
Dank einer Vielzahl teils tagesaktueller Veröffentlichungen können mit Integrum Profi Debatten in entsprechenden Organen untersucht werden. Die Berichterstattung über den Krieg in der Ukraine oder den potentiellen NATO-Beitritt Schwedens und Finnlands sind nur zwei Anwendungsbeispiele. Welche Sicht bieten die staatlich kontrollierten Zeitungen auf den Krieg in der Ukraine? Unterscheidet sich die Darstellung in Moskau von der in den Regionen Russlands? Wie positionierten sich systemkritische russische Organe wie die Novaja Gazeta bis zu ihrer Einstellung? Welche Standpunkte nehmen russischsprachige Medien ein, die aus dem Ausland finanziert werden oder dort erscheinen?
Neue Plattform mit digitalisierten Ego-Dokumenten zu und aus dem östlichen Europa
Mit dem Online-Gang der neuen Plattform erweitert der Fachinformationsdienst (FID) Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa an der Bayerischen Staatsbibliothek München sein Angebot an digital bereitgestellten Materialien mit hohem Quellenwert für die Wissenschaft.
Seit dem Förderbeginn im Jahr 2016 verfolgt der FID das Ziel, das elektronische Publizieren von wissenschaftlich relevanten Materialien mit Bezug zum östlichen und südöstlichen Europa voranzutreiben. Vor diesem Hintergrund wurde die Digitalisierung von in Deutschland aufbewahrten und bislang unveröffentlichten Ego-Dokumenten sowie Selbstzeugnissen[1] angegangen. Diese haben zwar einen Quellencharakter, stoßen jedoch auf kein ausreichendes Interesse seitens kommerzieller Verlage.
„Universitetskaja Biblioteka Online“ – digitale russische Bibliothek ab sofort für die deutsche Forschung verfügbar
Bei der „Universitetskaja Biblioteka Online“ handelt es sich um ein Online-Repositorium, das Zugang zu etwa 70.000 russischsprachigen E-Books und E-Zeitschriften bietet. Sein Schwerpunkt liegt auf den Geisteswissenschaften, wobei die meisten Publikationen sich mit Russland beschäftigen. Osteuropaforscher*innen finden hier Monographien und Sammelbände u. a. zu Geschichte (8.185 Titel), Politik (655 Titel), Soziologie (466 Titel), Religion (3.503 Titel) und Recht (3.066) (Stand September 2021). Darüber hinaus bietet die Bibliothek Zugriff auf schöngeistige Literatur, darunter auf fast 2.000 Titel russischer Schriftsteller*innen vom 18. bis zum 20. Jahrhundert.
A wellspring for future research: The Global Social Responses to COVID-19 Web Archive
On March 1 the Ivy Plus Libraries Confederation1 launched the Global Social Responses to COVID-19 Web Archive. This Archive represents a collaboration of librarians from the Ivy Plus libraries with partners from the United States, Canada and two European libraries: Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz and Bayerische Staatsbibliothek.
Created at the beginning of the pandemic in March 2020, the Archive aims to document regional and social responses to the pandemic. This is crucial for understanding the impact the pandemic has had on every aspect of life today.
Sinn und Nutzen virtueller Themenportale im Internet: Eine Auswahl an Ergebnissen vom Workshop “Function and Meaning of Virtual Thematic Portals for Historiography and Public History”
Am 23. und 24. Mai 2019 fand in München ein Workshop mit dem Titel “Function and Meaning of Virtual Thematic Portals for Historiography and Public History” statt. Die Vorträge der internationalen Tagungsteilnehmer*innen beschäftigten sich allesamt mit der Darstellung und Repräsentation von Geschichte im Internet. Organisiert wurde die Tagung von Dr. Alexis Hofmeister, der das Projekt „Shared Histories: Deutsche und Juden im östlichen Europa – Aspekte einer historischen Verflechtung?“ leitet und mit Projektförderung der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien bis Ende 2020 ein umfangreiches Themendossier zur Geschichte von Deutschen und Juden in Osteuropa zusammenträgt.
Primärquellen zum Ersten Weltkrieg – deutschlandweit kostenfreier Zugriff für Historiker*innen und historisch Forschende auf „The First World War Portal“

„The first spring days in Poland“ from „Prints of German and Russian soldiers in Poland“ o. J. © Hoover Institution Library and Archives via Adam Matthew Digital
Der Erste Weltkrieg war die erste große einschneidende Zäsur des 20. Jahrhunderts mit weitreichenden Folgen auch für die politische Landkarte des östlichen und südöstlichen Europas, wo die alte Ordnung hinweggefegt wurde und gleich mehrere Staaten neu- oder wiedererstanden. Schon der Kriegsverlauf brachte unsägliches Leid über Bevölkerung und Soldaten. Beredtes Zeugnis etwa vom Alltag an, vor oder hinter der Front, aber auch von der Kriegsführung geben den Historiker*innen heute Primärquellen, wie sie in großem Umfang im Portal „The First World War“ enthalten sind.
Direktlink zur Anmeldung (s.u. auch den ausführlichen Zugangshinweis)
Testzugang für Forschende: Foreign Broadcast Information Service (FBIS) Daily Reports, 1941 – 1996
Testzugang bis 31. Mai 2019
Die Fachinformationsdienste Geschichtswissenschaft und Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa der Bayerischen Staatsbibliothek beteiligen sich am Testzugang der Staatsbibliothek zu Berlin (Fachinformationsdienst Asien) für die Datenbank „Foreign Broadcast Information Service (FBIS) Daily Reports, 1941 – 1996”.
